Lernhilfe bei LRS/ Legasthenie und Rechenschwäche/Dyskalkulie

Eine Legasthenie ist eine Teilleistungsstörung, d.h. das Kind hat bei einer durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen allgemeinen Begabung ausschließlich in den Bereichen Lesen und Schreiben große Schwierigkeiten. 6-10% der Gesamtbevölkerung sind von einer Legasthenie betroffen.

Die Begriffe Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Legasthenie werden in Deutschland häufig synonym verwendet. Es gibt aber Unterschiede in Ursachen und Förderung. Im folgenden wird nur noch von Legasthenie gesprochen, wenn auch die LRS in die Ausführungen einbezogen ist.

Unsere diplomierte Legasthenietrainerin – Katja Schwarze arbeitet bereits mit Kindern im Vorschulalter, die gefährdet sind eine Legasthenie zu entwickeln bis hin zu Erwachsenen, die ihre Lese- und Schreibschwierigkeiten überwinden möchten. Grundlage eines jeden Trainings bildet eine standartisierte, pädagogische Feststellung der am Schriftspracherwerb beteiligten Sinneswahrnehmungen und des Lese- und Schreibvermögens. Für betroffenen Schulkinder wird ein pädagogisches Gutachten sowie ein Trainingsplan erstellt.

In unserem individuell abgestimmten Training nach der AFS-Methode (Aufmerksamkeit-Funktion-Symptom-Methode) werden betroffene 1x wöchentlich von der Trainerin gefördert. Zusätzlich sollten täglich kurze Übungssequenzen im häuslichen Umfeld erfolgen. (siehe auch www.afsmethode.com)

Die Feststellungszeiträume sind insbesondere im Vorschulalter zeitlich vorgegeben. So ist eine Testung auf eine mögliche Gefährdung eine Legasthenie zu entwickeln 10 Monate vor Einschulung und 4 Monate vor Einschulung möglich. Melden Sie sich diesbezüglich rechtzeitig bei uns!

Eindeutig kann eine Legasthenie frühestens in der 2. Hälfte des 2. Schuljahres festgestellt werden, wenn bereits die Buchstabe erlernt wurden.

Eine Förderung, der am Lese- und Schreiberwerb beteiligten Sinneswahrnehmungen ist zu jedem Zeitpunkt ab Vorschulalter möglich und bei Verdacht auf Schwierigkeiten in diesen Bereichen wichtig und sinnvoll.

Weitere Informationen zu dem von uns angebotenen Training erhalten Sie hier, in unserem für Sie kostenfreien Infoflyer (zum download) bzw. nehmen Sie direkt Kontakt zu uns. Wir beraten Sie gerne über Ablauf und Kosten des Trainings.

Was ist das?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert die Dyskalkulie (Rechenstörung) wie folgt:

„Diese Störung besteht in einer umschriebenen Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung benötigt werden.“

Ähnlich wie bei der Lese-Rechtschreibschwäche/ Legasthenie können zusätzlich zu den entwicklungsbedingten Störungen auch erworbene Rechenstörungen mit unterschiedlichen Ursachen auftreten.

Mögliche Auffälligkeiten nach Schulbeginn (Dyskalkulie/Rechenschwäche)

Da eine Dyskalkulie/Rechenschwäche meist erst innerhalb der ersten drei Schuljahre auffällig wird, beschränken wir unseren Fragenkatalog auf den Bereich nach der Einschulung.

Ihr Kind…

… hat Schwierigkeiten, den Zusammenhang zwischen Mengen und Zahlen zu erkennen?

… vertauscht ähnlich aussehende Zahlen (6/9)?

… vertauscht bei mehrstelligen Zahlen einzelne Ziffern?

… braucht sehr lange für Rechenoperationen und nutzt im Vergleich zu seinen Mitschülern noch immer die Finger zum Rechnen?

… kann die Vorgänge bei den Grundrechenarten nur schwer verstehen?

… findet Zusammenhänge im Stellenwertsystem nicht und hat große Schwierigkeiten beim Zehner-, Hunderter- und/oder Tausenderübergang?

… kann sich längere Zahlen nur schwer merken?

… hat kein Verständnis für Sachaufgaben?

Gab es in ihrer Familie bereits Schwierigkeiten, das Lesen oder Schreiben zu lernen? (z.B. Eltern, Großeltern, Cousin, Cousine, Tante, Onkel)

Können Sie einige Fragen mit „ja“ beantworten?

Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gern zu weiteren erforderlichen Schritten in der Feststellung, um ggf. auch in der Schule Lernerleichterungen für Ihr Kind zu erwirken und arbeiten qualifiziert mit Ihrem Kind an der Verbesserung der betroffenen Bereiche.

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Hier können Sie Informationen downloaden:

Kontaktieren Sie uns:
Wichtige Vorläuferfunktionen für den Lese- und Schreiberwerb entwickeln sich bereits im Vorschulalter. Voraussetzungen für die Entwicklung des Denkens, Lernens und Sprechens ist die Wahrnehmung, d.h. die Aufnahme von Reizen und deren Verarbeitung im Gehirn.

Häufige sprachliche Auffälligkeiten sind:

  • Sprachentwicklungsstörungen
  • verzögerter Sprechbeginn
  • eingeschränkter Wortschatz
  • Verwendung von ähnlichen oder Ersatzlauten („Tommst du“ statt „Kommst du“)
  • eingeschränktes Sprachverständnis
  • eingeschränkte auditive Wahrnehmung
  • eingeschränkte phonologische Bewusstheit (z.B. das Reimen fällt schwer)

Probleme beim Erlernen von Kinderliedern, Abzählversen und Gedichten

 

  • Die Untersuchung erfolgt mittels standartisierter Testverfahren.
  • Unsere Therapeuten sind gut ausgebildet und verfügen über langjährige Erfahrung.
  • Die Förderung umfasst Einzeltraining und Elternberatung.
  • Das Training erfolgt ganzheitlich, unter Einbezug der Bereiche Aufmerksamkeit/Konzentration, Wahrnehmung und Fehlerbearbeitung/Regelwissen.
  • Das Training erfolgt individuell, auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt.
  • Wir arbeiten in hellen, freundlichen und gut ausgestatteten Räumlichkeiten.
  • Der Vertrag ist monatlich kündbar.